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Kamille - Kamillentee

Die Kamille ist ein wahrer Tausendsassa, was die Heilwirkung betrifft. Die ätherischen Öle der Kamille hemmen Entzündungen, fördern die Wundheilung, lösen Krämpfe, außerdem töten sie Bakterien und Pilze ab.

Tatsächlich ist die Kamille wahrscheinlich die am meisten verwendete Heilpflanze bei uns. In der Naturheilkunde finden vor allem die Blüten eine Anwendung.



Die Kamille (Matricaria chamomilla) ist schon seit Urzeiten als Heilkraut bekannt und ist bei mir immer in der Hausapotheke vorhanden. Die Kamille ist eine einheimische Pflanze, die sehr anspruchslos ist. Sie wächst bei uns auf Äckern, an Wegrändern, an Böschungen und vor allem in Getreidefeldern. Viele Landwirte nennen die Kamille auch ein übles Unkraut.


Der griechische Name der Kamille, chamaimelon, bedeutet so viel wie Erdapfel. Das liegt wohl daran dass das Kraut der Kamille einen leicht apfelartigen Geruch besitzt.



Schnellübersicht Kamille

  1. Pflanzenfamilie: Diese Pflanze gehört zur Familie der Korbblütler.
  2. Herkunftsgebiete: Kommt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und Kleinasien.
  3. Wächst auf Wiesen, Feldern und an Wegesrändern.
  4. Pflanzenbeschreibung: lockerer buschiger Wuchs, bis zu einem halben Meter groß.
  5. Stängel ist verzweigt, Blätter sind fein gefiedert.
  6. Blütenkörbchen weiß (Zungenblüten) und gelb (Röhrenblüten), der Blütenboden ist hohl (typisches Erkennungsmerkmal).
  7. Der Wuchsort ist sonnig, Boden sollte humusreich und leicht lehmig sein.
  8. Verwendung: Blüten frisch oder getrocknet verwendbar: Tee, Gesichtsdampfbäder, Badezusätze, Kompressen. Wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd, auch beruhigend.


Aussehen der Kamille

Die Kamille wird 20 bis 50 cm hoch, hat eine weiße Blüte und erblüht von Mai bis in den Juni. Beim Zerreiben der Kamillenblüten entsteht der sehr aromatische, typische Kamillengeruch. Die Blüten bestehen aus weißen Zungenblüten um eine wunderschöne gelbe Mittelscheibe.


Man erkennt die echte Kamille daran, dass der typische kegelförmige Boden der Blüte hohl ist, bei anderen Kamillenarten ist er gefüllt.



Die Anwendungsgebiete der echten Kamille sind unter anderem folgende:

Krämpfe, Magenbeschwerden, Ekzeme, Stimmungsschwankungen, Sonnenbrand, Nesselsucht, bei Schnitten und Verletzungen, Schleimhautentzündungen (Genitalbereich, Mund, Rachen, Afterbereich), Rheuma und Blutergüsse (als Auflage), Nebenhöhlenentzündungen (Inhalation und Tee), Haarschuppen (Waschung), Erkältungen, Verdauungsbeschwerden, Schlafstörungen, Entzündungen im Mund- und Rachenraum, Hautentzündungen, Entzündungen der Bronchien, Frauenkrankheiten u. v. m.


Ein wahrer Tausendsassa, was die Heilwirkung betrifft

Verantwortlich dafür sind u. a. die enthaltenen Stoffe, die eine antibakterielle, krampflösende und beruhigende Wirkung besitzen.


Die Kamille, die ursprünglich aus Eurasien stammt, wurde von nordischen Völkern als heilige Pflanze dem Sonnengott Baldur zugeordnet. Bereits in der Antike wurde die Kamille sehr hoch eingeschätzt, da sie eine hohe Heilwirkung hat.

Inzwischen ist diese Heilwirkung auch medizinisch belegt.
Verwendung finden meist die Blüten

In der Naturheilkunde finden vor allem die Blüten eine Anwendung. Dabei ist die Qualität der Kamille sehr stark abhängig vom Zeitpunkt des Pflückens und von der Art der Trocknung. Die beste Zeit zum Pflücken ist der dritte bis fünfte Tag nach dem Blühen. In dieser Zeit sind die Wirkstoffe am besten ausgebildet. Trocknen sollte man die Kamille sehr luftig und bei nicht allzu hoher Temperatur. Am besten verwendet man einen luftigen, schattigen Ort.


Die ätherischen Öle der Kamille hemmen Entzündungen, fördern die Wundheilung, lösen Krämpfe. Sie töten Bakterien und Pilze ab.


Die Kamille ist auch schon lange als ein beruhigendes und entspannendes Heilkraut bekannt. In der Kamille sind Substanzen enthalten, die in unserem Gehirn eine ähnliche Wirkung wie chemische Beruhigungsmittel haben. Man hat sogar festgestellt, dass die Kamille sogar bei Angststörungen hilft. Ein enthaltenes Flavonoid, das Apigenin, wird dafür verantwortlich gemacht, dass die Kamille diese angstlösende und beruhigende Eigenschaft besitzt.


Im Gegensatz zu chemischen Medikamenten macht Kamille jedoch nicht abhängig bzw. süchtig und hat zudem keine gefährlichen Nebenwirkungen.


Ein weiterer wünschenswerter Effekt der Kamille ist der, dass sie den Glyzinspiegel in unserem Körper erhöht. Dieses Glyzin, was eine Aminosäure ist, hat wiederum eine beruhigende Wirkung auf Nerven und Muskeln.



Wissenschaftliches und Studien zur Kamille

Die Blüten der Kamille enthalten entzündungshemmende und krampflösende Stoffe, die sich wunderbar zur Heilung von Wunden eignen. Auch bei Magen-Darm-Beschwerden hat sich die Kamille bewährt.


Die Kommission E (1) als auch die ESCOP nennen als mögliche Einsatzgebiete:

  1. Äußerlich bei Haut- und Schleimhautentzündungen, bakterielle Hauterkrankungen, Zahnfleischentzündungen und Entzündungen im Mundraum.
  2. Zur Inhalation bei Lungenproblemen bzw. Erkrankungen der Atemwege.
  3. Als Salben oder Waschung bzw. Badezusatz bei Wunden im Intimbereich.

Dysmenorrhoe: schmerzhafte oder schwierige Menstruation und Kamille

In einer Iranischen Studie (2) wurde nachgewiesen, dass die Kamille bei einer schmerzhaften Menstruation helfen kann.


Die Kamille gilt als traditionelles pflanzliches Medikament, das entzündungshemmend und krampflösend wirkt. Es hat außerdem eine beruhigende und angstlösende Wirkung (3).


Studien haben gezeigt, dass die Verbesserung der Dysmenorrhoe höher ist als bei einer Placebogabe.

Die Kamille ist demnach wirksam zur Linderung von Dysmenorrhöproblemen, besonders wenn sie schon vor Beginn der Schmerzen eingenommen wird.

Kamille zur Stimulierung der Darmaktivität nach einem Kaiserschnitt

Frauen klagen immer wieder wegen fehlender Darmaktivität, nachdem sie einen Kaiserschnitt hatten.

Eine Studie (4) belegt nun, dass Kamillenöl, äußerlich aufgetragen, die Darmaktivität schneller steigert, als wenn man ein Placebo aufträgt. Diese Ergebnisse legen nahe, dass topisches (äußerlich aufgetregenes) Kamillenöl einen potenziellen therapeutischen Effekt auf die Magen-Darm-Mobilität hat.


Zahnfleischentzündung (Gingivitis) und Kamille

Eine Gingivitis ist eine zumeist bakteriell verursachte Entzündung des Zahnfleisches.

Die regelmäßige Anwendung von Kamille in Form einer Spülung hilft nachgewiesenermaßen dabei, solche Entzündungen in den Griff zu bekommen. (5)


Die Kamille hat eine umfassende Heilwirkung

Zu den Hauptinhaltsstoffen der Kamille zählen phenolische Verbindungen, vor allem das Flavonoide Apigenin, Quercetin, Patuletin und Luteolin. Hauptverbindungen im ätherischen Öl sind die Terpenoide Alpha-Bisabolol und Azulene, einschließlich Chamazulen.


Die Kamille hat mäßige antioxidative und antimikrobielle Wirkung sowie eine deutliche Antithrombozytenaktivität, sie hält also das Blut dünn und flüssig.

Tierstudien haben eine stark entzündungshemmende, antimutagene und cholesterinsenkende Wirkung der Kamille belegt.


Mehrere Studien haben ergeben, dass die Kamille eine antioxidative, antiparasitäre, eine junghaltende (Anti-Aging) und Antikrebseigenschaft besitzt.

Die Kamille ist seit langem als Mittel gegen entzündliche Erkrankungen bekannt. (6)


Weiters wird hier (7) aus einigen Studien zitiert, die foldendes ergaben:


  1. Tee's und Spülungen aus der Kamille lindern die Beschwerden bei Aphten.
  2. Es wird vermutet, dass die Kamillenflavonoide und -polyphenole Migräne-Schmerzen lindern können
  3. Kamille fördert wohl die Aufnahme der Wirkstoffe von Medikamenten in der Leber
  4. sie lindert Schmerzen und Ödeme (Schwellungen) bei unterschiedlichen entzündlichen Erkrankungen (Tierversuch).

Entzündungen der Mundschleimhäute im Rahmen einer Chemo- oder Strahlentherapie

Hier (8) wird darauf hingewiesen, dass die Kamille die orale Mukositis bei Krebspatienten verringern kann. Schon 2004 wurde aufgezeigt, dass Mundwasser mit Kamille eine orale Mukositis zwar nicht verhindern kann, aber mit Mundspülungen aus Kamille erfolgreich behandelt werden könne. Im Übrigens hilft die Kamille auch, wenn eine Mundschleimhautentzündung außerhalb einer Chemotherapie oder Strahlentherapie auftritt.


  1. Hämorrhoiden

    Studien weisen darauf hin, dass eine Kamillensalbe Hämorrhoidenbeschwerden bessern kann.

    Tinkturen mit Kamille können außerdem als Sitzbad eingesetzt werden.

    Tinkturen mit römischer Kamille können die mit Hämorrhoiden zusammen auftretenden Entzündung vermindern ( 910 ).


  2. Gesundheitsförderung

    Seit jeher weiß man, dass Kamillentee unser körpereigenes Immunsystem kräftigt sowie Infekte im Zusammenhang mit Erkältungsbeschwerden bekämpft.


    Dieser gesundheitliche Nutzen der Kamille wurde in einer Studie untersucht. 14 Freiwillige nahmen über 2 Wochen lang je fünf Tassen Kräutertee pro Tag zu sich.

    Dabei wurden auch tägliche Urinproben genommen und untersucht. Man fand heraus, dass durch das Trinken von Kamillentee eine erhöhten antibakterielle Wirkung auftrat.

    Einfach gesagt: Bakterien wurden durch den Kamillentee bekämpft. (11).

    Eine Studie zeigte, dass die Kamille Bluthochdrucksymptome besserte und zu einer gesteigerten Harnausscheidung führte (12).


  3. Entzündungen

    Entzündungen sind vielen Menschen bekannt, zum Beispiel durch Erkrankungen und Beschwerden im Zusammenhang mit Magen-Darm-Erkrankungen, teils in Verbindung mit Reflux.


    Studien weisen darauf hin, dass die Kamille Helicobacter pylori hemmt. Dieses Bakterium trägt zur Entstehung von Magengeschwüren bei. (13)


    Die Kamille verringert Krämpfe der glatten Darmmuskulatur, die mit unterschiedlichen entzündlichenErkrankungen im Magen-Darm-Bereich in Verbindung stehen.


    Die Kamille kann bei der Therapie von leichteren Hautreizungen, sogar bei Sonnenbrand der ersten Stufe, Hautbeschwerden, Verletzungen und Wunden sowie auch Augenentzündungen eingesetzt werden (14)(15)(16)(17).

  4. Osteoporose

    Die betroffenen Personen sind bei dieser Erkrankung anfällig für Knochenbrüche.

    Um einen mit steigendem Alter auftretenden Knochenschwund zu vermeiden, untersuchte man Kamillenextrakt auf seine Fähigkeit hin, den Knochenwuchs zu stimulieren.


    Es wurde festgestellt, dass die Kamille dies tatsächlich kann.

    Einfach gesagt: Die regelmäßige Einnahme von Kamille scheint also tatsächlich dabei helfen zu können, dass bei älteren Menschen das Knochengerüst stabiler bleibt. (18)

    Es sollten jedoch zusätzliche Studien durchgeführt werden.



Sagen und Sagenhaftes zur Kamille

Die Kamille, auch das "Kraut der Mutter" oder Mutterkraut genannt, half (und hilft noch) bei Schwangerschaft, Geburt, nach der Geburt und beim Kinde bei Säuglingskrankheiten. Daher kommt auch der erste Teil des griechischen Namens, das Matricaria, was so viel wie Mutter bedeutet.


Im alten Ägypten wurde die Kamille dem Gott der Sonne gewidmet.

Im alten England gehörte die Kamille zu den neun heiligen Kräutern.


Bei der Krönung von Königen in England hat derjenige, der König wird, immer ein Kamillensträußchen dabei. Dies ist angeblich auch heute noch so.


Laut Sage soll die Kamille mit dem heiligen Johannes in Verbindung stehen, man brachte daher am Johannistag, dem 24. Juni, einen Kranz aus Kamille an die Haustür an, so dass man vor Donner, Blitz und Sturm geschützt war.


Kamille, die man am Johannistag gepflückt hat, soll besondere Heilkräfte in sich tragen.


Die Germanen weihten die Kamille dem Gott Baldur.


In alten deutschen Sagen stehen Kamillenblüten für die Seelen von Soldaten, die unter einem Fluch gestorben waren.


Früher glaubte man, dass der Rauch der Kamille Zauberkräfte hätte, die Unglück abwenden sollten.


Früher war es in einigen europäischen Ländern üblich, dass, wenn man zur Kirche ging, einen Strauß Kamille mitbrachte.


Im alten Ägypten verwendete man die Kamille unter anderem bei Krankheiten wie Erkältungen, Schmerzen, Fieber, allerlei Frauenkrankheiten und Schüttelfrost.


Im alten Rom verwendete man die Kamille als Mittel gegen Schlangenbisse. Zudem verwendete man sie als beruhigendes Mittel bei Depressionen, Schlafstörungen und Hysterie.

In der Neuzeit verwendete man die Kamille bei Malaria und bei Schwindsucht, man räucherte Kamillenblätter und verwendete den Rauch gegen Asthma und Schlaflosigkeit.


Culepeper nannte die Kamille den "Pflanzendoktor", da sie die Gesundheit des Gartens fördert. Sie lockt nämlich nützliche Insekten an. Zudem findet man sie oft als eine der ersten Pflanzen, die auf Baustellen wachsen, nachdem Erdmassen bewegt wurden. Sie wird auch als Heilerin des Bodens bezeichnet.


Hieronymus Bock und auch Jakob Theodor Tabernacmontanus kannten die Kamille als wirksames Wund- und Magenmittel.


Früher wurde in Sachsen die Kamille ein wichtiger Wirtschaftsfaktor - sie wurde dort auf großen Plantagen angebaut.



Alte (und noch aktuelle) Anwendungen von Kamille

Bei Heuschnupfen oder einer verstopften Nase soll man mit Kamillentee inhalieren.


Ein Kamillentee

1,5 g getrocknete Blüten auf 1 Tasse kochendes Wasser geben und kurz ziehen lassen. Dosierung - bis zu 4 Tassen täglich trinken.


Bei überanstrengten Muskeln sollte man Kamille mit in das Badewasser geben, dies soll auch bei Blasenentzündungen helfen.


Früher verwendete man Kamillentee, den man zusammen mit den Schalen von Orangen aufkochte, als Waschwasser.


Früher verwendete man die Kamille zudem zum Aufhellen der Haare. Kamille hat eine ausbleichende Wirkung auf Haare, besonders auf blonde Haare. Wenn man im Sommer seine Haare nach dem Waschen mit einer Spülung aus Kamille ausspült und dann in die Sonne geht, ist dieser Effekt besonders gut zu beobachten.

Früher schenkte man älteren Menschen einen Strauß aus Kamille und einem Zweig Salbei, der für die Weisheit und die Gelassenheit des Alters stand.


Die Kamille ist die Pflanze derjenigen, die am 17. Dezember Geburtstag haben. Sie steht für Kraft und ist der Sonne zugeordnet.



Kamille kaufen - Worauf sollten Sie achten?


Die Echte Kamille können Sie im Fachhandel in unterschiedlichen Sorten kaufen.

In Gärtnereien oder Pflanzenfachmärkten, teils auch in Baumärkten, können Sie frische Pflanzen erwerben.


Achten Sie dabei immer auf die korrekten botanischen Namen, damit Sie das gewünschte Kraut bekommen. Manchmal wird nämlich auch die römische Kamille angeboten, die Sie vielleicht gar nicht haben möchten.


Außerdem sollten Sie die Kamille auf vorhandene Pflanzenkrankheiten untersuchen. Dazu gehört u.a. falscher Mehltau.


Sie können aber nicht nur frische Pflanzen kaufen, sondern auch Samen der echten Kamille erworben. Diese Samen bekommen Sie im Onlinehandel. Nun ist die Kamille nicht unbedingt eine seltene Pflanze, die Kosten für Kamillensamen sind also normalerweise nicht teuer. Eine Packung liegt meist bei maximal 1 Euro. Achten Sie auch hier auf den korrekten botanischen Namen, da es immer wieder Züchtungen zu kaufen gibt.

Der Handel bietet außerdem immer wieder auch getrocknete Kamillenblüten an, die Sie gleich in einen Tee oder eine Badezusatz geben können.


Wenn Sie wissen, dass Sie viel Kamille übers Jahr hinweg benötigen, kaufen Sie am besten gleich kiloweise ein. Das spart viel Geld!


Die getrocknete Kamille hält sehr lange das Aroma und den Geschmack, man kann sie also gut einlagern. Auch über Monate hinweg!




Wirkung und Anwendung der Kamille

  1. als Tee gegen rheumatische Beschwerden und Ausschläge
  2. als Salbe gegen Hämorrhoiden und Wunden
  3. als Inhalation bei Erkältung oder Asthma
  4. gegen Ruhelosigkeit, Zahnungsproblemen und Koliken bei Kindern
  5. hilft als Tee nach dem Essen der Verdauung
  6. gegen Morgenübelkeit in der Schwangerschaft
  7. beschleunigt die Heilung von Hautausschlägen, Wunden und Verbrennungen
  8. hilft gegen Gastritis und Dickdarmgeschwüre
  9. hilft bei Entzündungen aller Art
  10. kann als Waschung oder Kompresse bei Hautproblemen und Entzündungen verwendet werden
  11. hilft bei Stress zur Entspannung
  12. hilft gegen unterschiedliche Darmbeschwerden
  13. entspannt die Muskeln des Magens und des Darms
  14. gegen Sodbrennen, Übelkeit und stressbedingte Blähungen
  15. gegen Verbrennungen und Sonnenbrand
  16. hilft bei Augenentzündungen und -infektionen
  17. hilft bei Entzündungen im Mundraum
  18. reduziert Krämpfe während der Menstruation
  19. Abszesse
  20. Bauchweh
  21. Blähungen
  22. Brechreiz
  23. Darmkrämpfe
  24. Durchfall
  25. Ekzeme
  26. Entzündung der Mundschleimhaut
  27. Entzündungen des Mund-, Nasen- und Rachenraumes
  28. Erkältungen
  29. Erbrechen
  30. Furunkel
  31. Gastritis
  32. grippale Infekte
  33. Halsentzündungen
  34. Hämorrhoiden
  35. Hautleiden
  36. Husten
  37. Koliken
  38. Magen- und Darmschleimhautentzündung
  39. Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre
  40. Magenkrämpfe
  41. Magenschmerzen
  42. Menstruationsbeschwerden
  43. Nagelbettentzündung
  44. Nierenkolik
  45. Schlaflosigkeit
  46. schlecht heilende Wunden
  47. Übelkeit
  48. Verdauungsstörungen
  49. Weißfluss
  50. Wundheilung
  51. entzündliche und krampfartige Beschwerden im Magen-Darm-Bereich
  52. Magengeschwüre
  53. Halsentzündungen
  54. Rachenentzündungen
  55. Zahnfleischentzündungen
  56. Erkältungskrankheiten
  57. Hautausschläge
  58. Entzündungen im Genitalbereich oder im Afterbereich


Übersicht zur Kamille
Verwendete Pflanzenteile

Verwendet werden die Blüten


Inhaltsstoffe

Ätherisches Öl, Chamazulen, Bisabolol, Glykoside, Azulen, Bitterstoffe, Flavone, Cumarin


Blütezeit

Die Kamille erblüht von Mai bis in den August


Sammelzeit

Gesammelt wird im Mai bis in den Juli - bei Sonnenschein



Häufig gestellte Fragen zur Kamille

Wie duftet und schmeckt die Kamille?

Typisch kamillig, leicht bitter, als Tee ohne Zucker leicht langweilig... Ansonsten mein Lieblingskräutertee!


Wo findet man Kamille

Wege, Äcker, Brachland. Auf kalkarmen und trockenen Feldern und Wiesen, in Kiesgruben und auf Schuttplätzen.


Anwendungsmöglichkeiten

Die Kamille eignet sich für Tee, Wickel, Auflagen, Salben, Öle, Haarspülungen und zur Inhalation.


Volksnamen

Feldkamille, Mägdeblume, Apfelkraut, Kummerblume, Mutterkraut, Mariamagdalenakraut, Romerei


Wo wächst die Kamille?

Auf Feldern und an Wegesrändern.

Wogegen hilft Kamille

Eine Beschreibung finden Sie oben

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Wo bekomme ich Kamille her

Zur Heilanwendung sollten Sie Kamille in der Apotheke oder im Reformhaus kaufen, oder selbst in freier Natur sammeln. Billig-Tee vom Discounter ist eventuell nicht heilwirksam.

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Kamille das gesunde Plus

Die Kamille ist eine der Pflanzen, die ich immer im Hause habe. Sie ist eine Stadnartpflanze gegen eine Vielzahl von Beschwerden.

Welche Wirkung hat Kamille

Siehe oben im Text

Welche Kamille zum Haare aufhellen

Dazu verwendet man die echte Kamille. Am besten funktioniert das Aufhellen der Haare bei sowieso schon hellen Haaren.

Welche Kamille für Tee

Dazu verwendet man die echte Kamille. Günstigerweise sammelt man diese selbst oder kauft sie im Fachgeschäft.

Welche Kamille für Sitzbäder

Dazu verwendet man die echte Kamille. Günstigerweise sammelt man diese selbst oder kauft sie im Fachgeschäft.

Welcher Kamillentee ist belastet?

Leider gibt es in letzter Zeit immer wieder Meldungen über mit pflanzenschutzmitteln belasteten Kamillentee.

Kaufen Sie deshalb Ihren Tee günstigerweise im Fachgeschäft, wenn Sie ihn sicher genißen wollen.


Besonderheiten der Kamille

Die Kamille hat eine Menge an Heilwirkungen, ebenso an Nebenwirkungen.

Über die Heilwirkungen lesen Sie bitte oben im Text, Nebenwirkungen sind zum Beispiel ein austrocknender Effekt.

Bitte informieren Sie sich darüber ebenfalls im Beschreibungstext oben.

Was bewirkt Kamille

Die Wirkstoffe der Kamillenblüten zeigen unterschiedlichste Effekte im Körper:

Sie verhindern die Auswirkungen von schädlichen Stoffen in unserem Körper, sie verhindern die Vermehrung von Bakterien, sie haben aber auch eine entspannende Wirkung auf Verkrampfungen der Muskeln des Magen-Darm-Bereiches.


Durch diese Wirkungsvielfalt ergeben sich verschiedenste Anwendungsmöglichkeiten der Kamille.

So hilft die Kamille in Form einer Spülung oder als Gurgellösung, falls man ein entzundenes Zahnfleisch hat.

Gleiches hilft bei einem gereizten Hals, etwa bei einer Erkältung.


Eine Erkältung oder ein Husten kann durch das Inhalieren von Kamillendämpfen gebessert werden.

Sitzbäder mit Kamille helfen zum Beispiel gegen Hämorriden oder gegen Infekte im Analbereich.


Salben und Cremes wirken gegen bakteriell verursachten Problemen mit der Haut, zum Beispiel gegen Akne.


Ein Kamillentee mildert Blähungen sowie Völlegefühl.


Beschreibung der Kamille

Pflanzenfamilie: Diese Pflanze gehört zur Familie der Korbblütler.


Herkunftsgebiete: Kommt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und Kleinasien.


Wächst auf Wiesen, Feldern und an Wegesrändern.


Pflanzenbeschreibung: lockerer buschiger Wuchs, bis zu einem halben Meter groß.


Stängel ist verzweigt, Blätter sind fein gefiedert.


Blütenkörbchen weiß (Zungenblüten) und gelb (Röhrenblüten), der Blütenboden ist hohl (typisches Erkennungsmerkmal).


Der Wuchsort ist sonnig, Boden sollte humusreich und leicht lehmig sein.


Verwendung: Blüten frisch oder getrocknet verwendbar: Tee, Gesichtsdampfbäder, Badezusätze, Kompressen. Wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd, auch beruhigend.

Aussehen der Kamille

Die Kamille hat eine weiße Blüte mit gelben Korb.

Die Kamille wird 20 bis 50 cm hoch, hat eine weiße Blüte und erblüht von Mai bis in den Juni. Beim Zerreiben der Kamillenblüten entsteht der sehr aromatische, typische Kamillengeruch. Die Blüten bestehen aus weißen Zungenblüten um eine wunderschöne gelbe Mittelscheibe.


Bilder der Kamille betrachten Sie bitte im Text.

Bedeutung der Kamille

Die Kamille, auch das "Kraut der Mutter" oder Mutterkraut genannt, half (und hilft noch) bei Schwangerschaft, Geburt, nach der Geburt und beim Kinde bei Säuglingskrankheiten. Daher kommt auch der erste Teil des griechischen Namens, das Matricaria, was so viel wie Mutter bedeutet.


Mehr dazu unter "Sagen und Sagenhaftes zur Kamille"

Warum mit Kamille inhalieren

Das Inhalieren mit Kamille kann gegen Erkältungskrankheiten und Husten helfen. Mehr dazu entnehmen Sie bitte dem Haupttext.

Warum wirkt Kamille entzündungshemmend

Die Kamille enthält einige entzündungshemmende Inhaltsstoffe, die gegen Wunden und Entzündungen helfen können, zum Beispiel gegen Akne, bei Schürfwunden oder Schnitten.

Warum Kamillentee bei einem neuen Zungenpiercing

In der Kamille sind Stoffe enthalten, die ein neues Piercing schneller heilen lassen und die Entzündungen vorbeugen können. Spülen Sie Ihren Mund regelmäßig mit Kamillentee und trinken Sie regelmäßig Kamillentee.

Warum keine Kamille am Auge

Kamille hat einen austrocknenden Effekt, so dass die Augen durch Waschungen mit Kamille gereizt werden können.


Kamille wie lange trocknen

Trocknen sollte man die Kamille sehr luftig und bei nicht allzu hoher Temperatur. Am besten verwendet man einen luftigen, schattigen Ort.

Wie mit Kamillentee inhalieren

Kochen Sie einen halben Liter Kamillentee und geben Sie ihn in eine Schüssel. Halten Sie dann Ihren Kopf über die Schüssel und atmen Sie die Dämpfe ein. Vorsicht: nicht verbrühen!

Wie lange mit Kamille inhalieren

Inhalieren Sie 10 Minuten, mehrmals am Tag.

Kamillentee mit Zitrone und Honig

... schmeckt besonders gut und hilft exzellent bei Erkältungskrankheiten.

Bitte geben Sie die Zitrone aber erst dazu, wenn der Tee kühler als 50 Grad ist.


Mit Kamille und Zitrone die Haare aufhellen

Die Zitrone hat ebenfalls einen aufhellenden Effekt, weshalb sich die Bleichwirkung verstärkt.


Kamillentee mit Honig gegen Husten

Honig ist ein gutes Mittel gegen Husten und verstärkt die Wirkung der Kamille.

Kamillentee mit Ingwer

Der Ingwer ist ein sehr gutes Heilkraut gegen Bakterien und Krankheitskeime aller Art. Beide Pflanzen zusammen stärken das Immunsystem in Erkältungszeiten.

Mit Kamille spülen

Spülen Sie den Mund- und Rachenraum mit Kamillentee, wenn Sie unter Entzündungen leiden.

Spülen Sie aber nicht die Augen damit!

Mit Kamille inhalieren in der Schwangerschaft

... Stellt kein Problem dar.

Kamillentee mit Milch

... Schmeckt manchen Menschen gut, mir persönlich aber nicht.

Die Milch bringt keinen Vorteil, wenn es um die Heilwirkung geht.


Kamille mit Anis

Beide Kräuter zusammen haben eine ausgezeichnete Wirkung gegen Blähungen und Magen-Darm-Beschwerden.


Die Blätter der Kamille

Die Blätter sind nicht so, wie bei vielen anderen Pflanzen.

Blätter der Kamille
Blätter der Kamille
Geschichte der Kamille

Die gemeine Kamille zählt zu den ältesten bekannten Heilkräutern, die der Mensch verwendet.

Sie ist bereits weit vor der christlichen Zeitrechnung bekannt gewesen, belegt wird dies durch zahlreiche Schriften.

Die nordischen Völker sahen aufgrund des Aussehens der Blüte der Kamille ein Zeichen für eine gewisse Göttlichkeit, die in der Pflanze steckt.

Wirkstoffe der Kamille

Unter anderem ätherisches Öl, Chamazulen, Glykoside, Azulen, Bitterstoffe, Flavone und Cumarin

Eigenschaften des Kamillenöles

Kamille ist ein Universalöl für viele Schmerzzustände und gehört in die Aroma-Hausapotheke. Sie eignet sich besonders für die äußerliche Behandlung von Entzündungen, da sie nicht nur die Bakterien, sondern auch die von ihnen produzierten toxischen Stoffe von Streptococci und Staphylococci neutralisiert. Daher ist Kamille bei akuter Sinusitis oder bronchialer Infektion besonders wirksam (Inhalation/Wickel/ Einreibung).

Mehr Informationen über die Eigenschaften der ätherischen Kamilleöles finden Sie hier.
Gattung der Kamille

Die Kamille gehört zur Gattung der Kamillen (Matricaria), diese wiederum ist eine Pflanzengattung in der Familie der Korbblütler. Die verschiedenen Arten der Kamillen sind überwiegend in Europa, Kleinasien, Asiens, Nordafrika und Nordamerika zu finden.




Rezepte mit Kamille


Allgemeine Darmerkrankung

Je 20 g Anis, Fenchel, Kümmel, Kamillenblüten, Schafgarbenkraut.

1 Esslöffel der Kräutermischung mit kochendem Wasser übergiessen, 10 Minuten ziehen lassen, danach absieben. Mehrmals täglich frisch zubereitet eine Tasse zwischen den Mahlzeiten.


Badezusatz bei Gliederschmerzen und bei Hautproblemen

Aufguss von 500 bis 1000 g Kamille in 3 bis 4 Liter Wasser auf ein Vollbad

Bei Alkoholismus

Je 50 g Löwenzahn und Kamille gut vermischen.

1 Teelöffel auf 250 ml kochendes Wasser. Kurz aufbrühen, 5 Minuten ziehen lassen, danach absieben.

Mehrmals täglich eine Tasse.


Bei Durchfall

20 g Kamillenblüten

20 g Thymiankraut

20 g Pfefferminzblätter

10 g Salbeiblätter


Zwei Teelöffel der Mischung mit 250 ml kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Danach absieben.


Nach Bedarf 2 bis 3 Tassen pro Tag trinken.

Bei akuter Bronchitis

Je 15g Kamille, Knöterich, Lindenblüten, 20g Salbei, 35g Schafgarbe.

1 Esslöffel mit 250 ml kochendem Wasser übergiessen, zugedeckt 10 Minuten ziehen lassen, danach absieben und mit Honig 3x täglich trinken.

Mehr Rezepte zur Bronchitis


Bei empfindlichem Magen

20 g Tausendgüldenkraut

50 g zerstoßene Kümmelfrüchte

40 g Kamillenblüten

40 g Pfefferminzblätter


Zwei Teelöffel der Mischung mit 250 ml kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Danach absieben.

Nach Bedarf 2 bis 3 Tassen pro Tag trinken.


Bei empfindlichem Magen

20 g Tausendgüldenkraut

50 g zerstossene Kümmelfrüchte

40 g Kamillenblüten

40 g Pfefferminzblätter

2 Teelöffel der Mischung mit 250 ml kochendem Wasser übergiesen und 10 Minuten ziehen lassen. Danach absieben.

Nach Bedarf 2 bis 3 Tassen pro Tag trinken.


Bei nervösem Magen mit Blähungen

30 g zerstossene Fenchelfrüchte

30 g zerstossene Kümmelfrüchte

30 g Baldrianwurzel

15 g Melissenblätter

15 g Kamillenblüten

2 Teelöffel der Mischung mit 250 ml kochendem Wasser übergiesen und 10 Minuten ziehen lassen. Danach absieben.

Nach Bedarf 2 bis 3 Tassen pro Tag trinken.


Bei nervösem Magen mit verbundener Appetitlosigkeit

30 g Kamillenblüten

30 g Thymiankraut

30 g Baldrianwurzel

15 g Pfefferminze


Zwei Teelöffel der Mischung mit 250 ml kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Danach absieben.

Nach Bedarf 2 bis 3 Tassen pro Tag trinken.


Blähungen

Kamillenblüten 20 g

Pfefferminzblätter 20 g

Zubereitung und Gebrauch: 1 Eßlöffel der Mischung mit 1 Tasse heißen Wassers übergießen und mehrere Stunden stehen lassen; mehrmals täglich 1 Tasse trinken.

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Blähungen

Magen- und Darmtee bei Blähungen, Völlegefühl und Magen-Darm-Krämpfen

20 g Kamillenblüten, 15 g Pfefferminzblätter und 15 g Schafgarbenkraut gut miteinander vermischen.


Nehmen Sie davon 3 Teelöffel und übergiessen Sie dies mit einer Tasse kochendem Wasser. 10 Minuten ziehen lassen, danach absieben. Mehrmals am Tag eine Tasse zwischen den Mahlzeiten davon trinken.

Mehr Rezepte gegen Blähungen


Blähungen

Sie brauchen für diesen Tee

Kamillenblüten 30 g, Kümmel 10 g, Pfefferminzblätter 30 g


Zubereitung und Gebrauch: 1 Eßlöffel der Mischung auf 1 Tasse, heiß aufgießen, 10 Minuten ziehen lassen; täglich dreimal 1 Tasse warm trinken.

Mehr Rezepte gegen Blähungen


Die Kamille hilft gegen Zahnschmerzen - Ein Kamillenteebeutel hilft gegen leichtes Zahnweh

Wenn Sie unter leichten Zahnschmerzen leiden, kann vielleicht ein altes Hausmittel helfen: Tunken Sie einen Kamille-Teebeutel in kaltes Wasser, drücken Sie den Teebeutel dann leicht qaus und kühlen Sie ihn im Kühlschrankes, ca. 10 Minuten lang.

Danach geben Sie ihn auf den schmerzenden Zahn und beißen leicht die Zähne zusammen. So vergeht der Schmerz, zudem gehen Schwellungen zurück. Auch Entzündungen werden so gebessert. Zum Zahnarzt sollten Sie aber trotzdem gehen!


Ein Kamillentee

1,5g getrocknete Kamilleblüten auf 1 Tasse kochendes Wasser geben und kurz ziehen lassen.

Dosierung: Bis zu 4 Tassen täglich.


Ein Shampoo für normales und blondes Haar

Sie brauchen dazu

2 Esslöffel Zitronensaft

2 Teelöffel Kamillenblüten

2 Esslöffel unparfümierte Flüssigseife

2 Teelöffel Ringelblumen

Den Zitronensaft mitsamt 150 ml Wasser vermischen, Kamillen- und Ringelblumenblüten hinzugeben und alles kurz aufkochen. Den Topf vom Ofen nehmen und 30 Minuten stehen lassen. Dann absieben und mit der Seife mischen. In eine Flasche füllen und kühl aufbewahren. Das Shampoo hält bis zu 3 Wochen, sollte aber möglichst schnell verbraucht werden.

Bei blondem Haar kann man noch, zur Steigerung des Gelbtons, etwas Safran zugeben.


Eine Einschlafmilch

Sie brauchen dazu

4 Teelöffel Kamillenblüten

250 ml Milch

2 Teelöffel Honig

Die Blüten in die kühle Milch geben und dann erhitzen, bis die Milch kocht.

Dann den Topf von dem Ofen nehmen und die Milch abgedeckt ca 10 Minuten stehen lassen. Durch einen Sieb abfiltern und mit dem Bienenhonig süßen. Warm schluckweise einfach vor dem zu Bett gehen trinken.

Besonders für Kinder geeignet.


Erbrechen

Je 20g Kamille, Lärchenschwamm, Pfefferminze, Primelblüten.

1 Esslöffel der Kräutermischung mit einem Tasse kochendem Wasser übergiessen, zugedeckt 10 Minuten ziehen lassen. Kalt trinken.


Erbrechen

Sie brauchen für diesen Tee:

Baldrian 10 g, Kamille 10 g, Melisse 10 g, Pfefferminze 10 g


Zubereitung und Gebrauch: 1 Eßlöffel der Mischung auf 1 Tasse, kurz abkochen; zur Beruhigung der Magennerven ungesüßt, schluckweise trinken.

Mehr Rezepte gegen Erbrechen


Gesichtsdampfbäder

... mit Kamillenzusatz helfen bei Schnupfen, Heiserkeit und Stirnhöhlenvereiterungen


Inhalation bei Nebenhöhlen-Entzündung

Stellen Sie einen Tee mit 2 Esslöffeln Kamille her und inhalieren Sie die Dämpfe. Vorsicht: Wenn der Tee noch heiß ist den Kopf nicht direkt über das Gefäß halten, da man sich sonst die Schleimhäute verbrühen könnte.

Dieses Verfahren hilft beim Abheilen der Entzündung, löst Schleim und Vereiterungen.


Inhalation bei Nebenhöhlenentzündung

Stellen Sie einen Tee mit 2 Esslöffeln Kamille her und inhalieren Sie die Dämpfe.

Vorsicht: Wenn der Tee noch heiß ist, den Kopf nicht direkt über das Gefäß halten, da man sich sonst die Schleimhäute verbrühen könnte.


Dieses Verfahren hilft beim Abheilen der Entzündung, löst Schleim und Vereiterungen.


Kamille - Absud

Hierfür werden 10 g Kamille mit 100 ml Wasser überbrüht. Dies lässt man ziehen und verwendet es anschließend zum Gurgeln. Möchte man es als Kompressen verwenden, sollten diese mindestens 15 Minuten auf die betroffenen Körperstellen gelegt werden.


Kamille - Dampfbad

Für ein Kamillendampfbad eine kleine Hand voll Kamillenblüten mit einem Liter kochendem Wasser übergießen. Die Dämpfe werden 5 bis 10 Minuten lang eingeatmet. Hierfür ein großes Tuch nehmen, das über Kopf und Gefäß gelegt wird.


Kamille - Sitzbäder

Möchte man ein Kamillensitzbad, übergießt man zwei kleine Hand voll Kamillenblüten mit zwei Liter kochendem Wasser. Dies lässt man abkühlen und kann die Flüssigkeit als Sitzbad nehmen. Alternativ kann man für Kamillenbäder auch ein Leinsäckchen ins Badewasser hängen, das mit Kamillenblüten gefüllt ist.

Kamille - Tee

Hierfür 1 - 2 TL der Kamille mit einer Tasse Wasser überbrühen. Dies lässt man 6 bis 8 Minuten ziehen und trinkt davon jeden Tag 2 bis 3 Tassen, die noch gut warm sein sollten.


Kamille - Tinktur

Für eine Kamillentinktur übergießt man 20 g der Blüten mit 100 ml 60%igem Alkohol. Dies lässt man 5 Tage lang warm stehen. Die Einnahme erfolgt nach den Malzeiten, je 1 TL.

Kamille bei Arthrose

Tränken Sie ein sauberes Tuch in Kamillentee und legen Sie es auf die schmerzenden Gelenke. Mit einem anderen Tuch befestigen und eine Stunde einwirken lassen.

Kamille bei Sonnenbrand

Tragen Sie steif geschlagenes Eiweiß auf die betroffene Stellen auf, lassen sie es eintrocknen und waschen Sie es mit Kamillentee ab.


Kamille bei Sonnenbrand

Tragen Sie steif geschlagenes Eiweiß auf die betroffene Stellen auf, lassen sie es eintrocknen und waschen Sie es mit Kamillentee ab.


Kamille-Bad bei Nagelbettentzündung

Stellen Sie eine Abkochung aus 2 Esslöffeln Kamille her, lassen Sie diese für 15 Minuten ziehen und baden Sie mehrmals täglich den betroffenen Finger darin.

Menstruationsbeschwerden

Teemischung aus gleichen Teilen Kamille, Thymian und Quendel.

Alle Zutaten mit kochendem Wasser übergiessen und 5 Minuten ziehen lassen. Danach absieben. Abends 1 Tasse trinken.


Kamille-Umschläge

Zwei bis drei Esslöffel Kamille mit 250 ml kochendem Wasser übergiessen und für 15 Minuten ziehen lassen. Danach absieben und den Umschlag damit tränken. Auf die betroffenen Stellen legen.


Kamillenbad

Kochen Sie ca. 50 g Kamille mit einem Liter Wasser auf, lassen Sie die Mischung für fünfzehn Minuten stehen, sieben dann ab und geben Sie die Abkochung dem Badewasser bei.


Kamillenbad bei Nagelbettentzündung

Stellen Sie eine Abkochung aus zwei Esslöffeln Kamille her, lassen Sie diese für fünfzehn Minuten ziehen und baden Sie mehrmals täglich den betroffenen Finger darin.

Kamillentee

1,5 g getrocknete Blüten auf 1 Tasse kochendes Wasser geben und kurz ziehen lassen.

Dosierung: Bis zu 4 Tassen täglich.

Dieser Tee hilft ungesüßt auch wunderbar bei Magenbeschwerden, Magenentzündung und Krämpfen im Magen.

Gesichtsdampfbäder mit Kamillenzusatz bei Schnupfen, Heiserkeit und Stirnhöhlenvereiterungen

Kamillentinktur gegen Aphten

Stellen Sie aus 100ml 70%igem Alkohol und 20 g Kamillenblüten eine Tinktur her. Diese kann zum Gurgeln (mit Wasser verdünnt) verwendet werden.


Kamillenumschläge

Zwei bis drei Esslöffel Kamille mit 250 ml kochendem Wasser übergießen und für 15 Minuten ziehen lassen. Danach absieben und den Umschlag damit tränken. Auf die betroffenen Stellen legen.


Kompressen bei geschwollen Augenlidern und angestrengten Augen

Tränken Sie zwei Wattebällchen mit Kamillentee und legen Sie diese für etwa zehn Minuten auf die Augen.

Kompressen bei geschwollen Augenlidern und angestrengten Augen

Tränken Sie zwei Wattebällchen mit Kamillentee und legen Sie diese für etwa zehn Minuten auf die Augen.


Menstruationsbeschwerden

Teemischung aus gleichen Teilen Kamille, Thymian und Quendel


Alle Zutaten mit kochendem Wasser übergießen und 5 Minuten ziehen lassen.

Danach absieben. Abends 1 Tasse trinken.


Reinigungspeeling

2 EL frisch pürierte Gurken

1 EL getrockneter Kamillenblüten

1 EL Aloe Vera Gel

1 EL Maismehl

Alles mischen. Auf die Haut einmassieren, Augenbereich auslassen. Dann gut abspülen.


Schlaflosigkeit

Bäder mit Kamille oder Lavendel sind altbekannte Mittel bei Schlaflosigkeit.


Nehmen Sie dazu sechs Tropfen Öl der Kamille oder des Lavendels und geben Sie diese in warmes Badewasser. Baden Sie dann eine viertel Stunde darin.


Schmerzende Narben

Zu gleichen Teilen Johanniskraut und Kamille.

Ein Teelöffel Kräutermischung in eine Tasse kochendes Wasser geben, 10 Minuten kochen lassen, danach absieben. Dreimal täglich eine Tasse warm trinken.


Spezialdrink bei Akne

Je 20 Gramm Kamille und Leinsamen mit 70 Gramm Hefe vermischen. Täglich 1 Teelöffel davon in einem Glas Magermilch verrühren und trinken.

Tee bei Analfissuren

30g Erdrauch und je 15g Kamille und Schachtelhalm gut vermischen.

1 Esslöffel der Teemischung mit 250 ml kochendem Wasser übergiessen, 10 Minuten ziehen lassen und absieben.


3 x täglich 1 Tasse warm trinken, morgens auf nüchternen Magen.

Tee bei Angstzuständen

Je 10g Schafgarbe, Kamille, Wermut (Vorsicht bei Schwangeren und bei Magengeschwüren), Tausendgüldenkraut und 5g Bitterklee gut vermmischen.


Ein Teelöffel Kräutermischung mit einer Tasse kochendem Wasser übergiessen, zudecken und 10 Minuten ziehen lassen, absieben und 3x täglich warm vor den Mahlzeiten trinken.

Tee bei Krampfadern

Nehmen Sie zu gleichen Teilen Brombeerblätter, gelben Steinklee, Kamille, Löwenzahnblätter und Gartenraute.

Nehmen Sie davon zwei Teelöffel und übergießen Sie dies mit einer Tasse kochendem Wasser. Zehn Minuten ziehen lassen, danach absieben. Zwei Tassen am Tag trinken.


Tee gegen Afterjucken

Faulbaumrinde 10g, Kamille 10g, Knoblauch 10 g, Rainfarn 10g, Schafgarbe 10 g.


Zubereitung und Gebrauch: 1 Eßlöffel der Mischung auf 1 Tasse heißes Wasser, fünf bis zehn Minuten ziehen lassen. Morgens nüchtern 1 Tasse trinken.

Mehr Rezepte zu Afterjucken


Wasseranwendungen bei Afterjucken

Warme Sitzbäder bis zu 45° C und warme Kräutervollbäder (Kamille und Eichenrinde).


Wechseljahrsbeschwerden

Teemischung aus 1 Tasse Baldrian, je 2 Teile Kamillenblüten und Pfefferminze.

Einen Teelöffel pro 250 ml Wasser. Dreimal täglich 1 Tasse trinken.





Kamillenöl selbst herstellen


Kamillenöl kann man ganz einfach selbst herstellen: Nehmen Sie dazu 10 g getrocknete Kamillenblüten und 200 g Olivenöl.


Geben Sie die Kamillenblüten in ein dunkles Glas und geben Sie das handwarme Olivenöl dazu, bis alle Blüten mit Öl bedeckt sind. Das Glas gut verschließen und an einem warmen Platz für 2 Wochen stehen lassen.


Nach 2 Wochen durch ein Tuch absieben, das Siebgut gut ausdrücken und schließkich alles nochmal durch einen Kaffeefilter sieben (dauert etwas länger...). Schließlich das Kamillenöl in eine dunkle Flasche umfüllen.


Das Kamillenöl sollte an einem dunklen kühlen Ort aufbewahrt werden und innerhalb eines halben Jahres aufgebraucht werden.



Eine Kamillensalbe herstellen

Nehmen Sie für die Kamillensalbe

250 g Schweinefett und zwei gute Hand voll Kamillenblüten


Anwendung

Hämorrhiden, Schnupfen


Zubereitung

Man erhitzt das Schweinefett, gibt die Kamillenblüten dazu und rührt immer gut um. Dann abgedeckt über Nacht stehen lassen, am nächsten Tag wieder leicht erwärmen und absieben, z. B. durch ein Leinentuch. In ein sauberes Gefäß umfüllen.


Da die Kamille eine gute wundheilende Wirkung hat, eignet sich diese Salbe generell für die Wundheilung bzw. bei angegriffener und gereizter Haut.



Eine hochwertige Kamillensalbe

Nehmen Sie für die hochwertige Kamillensalbe

250 ml Olivenöl,

ca. 50 g Bienenwachs,

ca. 50 g Sheabutter oder auch Kakaobutter (oder auch beides),

5 Tr. Vitamin-E-Acetat

und 2 Handvoll klein gehackte Kamillenblüten.


Anwendungsgebiete der Kamillensalbe - zur schnelleren Wundheilung - gut für rauhe, spröde und rissige Haut
Zubereitung der Kamillensalbe

Geben Sie alle Zutaten in einen Behälter, den Sie dann im Wasserbad bei 70°C vorsichtig erhitzen. Die Zutaten müssen so langsam schmelzen. Das Vitamin-E-Acetat wird jedoch erst in der Abkühlphase hinzugegeben, es verhindert, dass das Öl ranzig wird.


Die fertige Fettphase wird in einem Topf erhitzt, die Kamillenblüten werden schließlich beigegeben. Nach dem Aufschäumen vom Herd ziehen. Einen Tag stehen lassen und dann das Fett wieder erwärmen, durch ein Leinentuch filtern und in Cremedosen füllen.


Bitte auf Sauberkeit achten!




Eine selbstgemachte Kamillentinktur


Die Kamille ist eines meiner Lieblingskräuter, das liegt an ihrem zarten Duft und am guten Geschmack des Tees, den ich übrigens kalt noch mehr liebe als warm. Die Kamille ist auch ein absolutes Lieblingskraut für Kinder, ich weiß auch heute noch, wie meine Mutter mir Kamillentee gegeben hat, wenn ich Bauchweh hatte.


Eine hausgemachte Kamillentinktur ist eine natürliche Möglichkeit, die Nerven zu beruhigen und Schmerzen zu lindern.

Eine Kamillentinktur kann den Magen beruhigen und Blähungen und Koliken reduzieren.

Äußerlich kann eine solche Tinktur auf Prellungen und Quetschungen aufgetragen werden.


Kamillentiktur selbst gemacht
Kamillentiktur selbst gemacht

Eine solche Tinktur kann Erwachsenen helfen, besser in den Schlaf zu finden, oder um Menstruationsbeschwerden zu lindern. Sie hilft gegen Kopfschmerzen und beruhigt strapazierte Nerven. Sie ist zudem gut für die Haut und kann sogar blondes Haar aufhellen.

Das Herstellen einer solchen Tinktur ist dabei sehr einfach.

Sie brauchen dafür folgende Zutaten

1 Tasse getrocknete Kamillenblüten

2 Tassen Wodka

Ein großes Glas mit luftdichtem Verschluss


Anleitung

Geben Sie die Kamillenblüten in das Glas, geben Sie dann den Wodka darüber. Verschließen Sie dann das Glas.


An einem sonnigen Ort für 4-6 Wochen stehen lassen, jeden Tag einmal schütteln. Nach 4-6 Wochen absieben und in eine dunkle Flasche füllen.


Die normale Dosis für Erwachsene liegt bei 1 Teelöffel 1-3 täglich. Aufgrund des Alkohols sollte man die Tinktur nicht an Kinder geben, es sei denn man gibt sie in heißem Tee, denn dann verfliegt der Alkohol recht schnell.


Eine äußerliche Anwendung sollte nur erfolgen, wenn man sicher ist, dass der Alkohol der Haut nicht schadet.


Bei Erwachsenen kann man die Tinktur auch auf das Zahnfleisch geben, wenn man Entzündungen am Zahnfleisch hat. Man kann den Bauch damit einreiben, wenn man unter Koliken und Bauchschmerzen leidet.

Gegen Schlafprobleme nimmt man am Abend 1 Teelöffel der Tinktur. Dies hilft zu entspannen und sich zu beruhigen, damit man besser in den Schlaf findet.




Ein Kamillengeist


Dieser Kamillengeist hilft gegen Magen- und Darmleiden, außerdem auch gegen Erkältungen.

Wenn man ihn in Maßen trinkt, ist er ein echter Heilschnaps!


Sie benötigen dazu einen kleinen Korb voller frisch gesammelter Kamillenblüten, die Sie mit möglichst wenig Stängel abgeschnitten haben.

Dazu kommt die Schale einer halben Biozitrone und ungefähr 500 ml Weingeist mit 70 %.


Die frisch gesammelten Kamillenblüten werden gut gereinigt und dann trockengetupft. Sie können Sie zusätzlich noch auf Küchenpapier auslegen und einige Stunden liegen lassen, sodass wirklich die letzte Flüssigkeit aufgesaugt wird.


Geben Sie dann die Kamillenblüten in ein Schraubglas, geben Sie dann die Zitronenschale dazu und schließlich den Weingeist. Danach wird das Glas verschlossen und für anderthalb Monate stehen gelassen. Schütteln Sie das Glas jeden Tag einmal gut durch.

Sie werden sehen, dass dieser Ansatz mit der Zeit immer dunkler wird. Das sollte Ihnen jedoch keine Sorgen bereiten, denn das ist ganz normal.


Nach den anderthalb Monaten filtrieren Sie die festen Pflanzenbestandteile heraus und füllen den Kamillengeist in eine vorher gut gereinigte Flasche um. Danach sollte der Kamillengeist weitere drei Monate lagern, sodass sich das Aroma vollends entfaltet.


Ein Kamillegeist
Ein Kamillegeist


Natürliche Pflege mit der Kraft der Kamille

Gerade Kinder mögen Haare waschen ja nicht so gerne, aber vielleicht hilft ja das folgende Kamillen-Shampoo etwas weiter:


Shampoo mit Kamille - speziell für blonde Haare

Wenn man Haare mit Kamillenblüten wäscht, bekommen sie einen goldenen Glanz.

Nehmen Sie sechs bis zwölf EL Kamillenblüten, die Sie für 30 Minuten in einen Liter kochendes Wasser geben und dann ziehen lassen, danach absieben und dann 2 Esslöffel Shampoo dazugeben.

Lassen Sie diese Mischung eine viertel Stunde einwirken und spülen Sie das dann mit lauwarmem Wasser aus.

Wenn Sie möchten, können Sie danach noch die Haare mit der nachfolgenden Haarspülung ausspülen.


Spülung mit Kamille

Dieses Rezept für eine Haarspülung ist denkbar leicht nachzumachen: Nehmen Sie sechs Esslöffel Kamillenblüten, die sie mit siedendem Wasser übergießen und danach für 15 Minuten ziehen lassen. Danach absieben und so viel kaltes Wasser zugeben, dass die Spülung lauwarm ist.

Danach die Haare damit spülen und anschließend auch nicht mehr mit Wasser nachspülen, sondern die Kamillenspülung drin lassen.


Und noch ein tolles Rezept mit Kamille und in diesem Fall mit Lavendel, das speziell auch gut zu Kindern passt, die unter einer Windeldermatitis, Hautreizungen oder Entzündungen leiden.


Ein Wohlfühl-Heilkräuter-Bad mit Kamille und Lavendel

Nehmen Sie 10 EL Kamillenblüten, die Sie mit siedendem Wasser übergießen und dann 15 Minuten stehen lassen. Danach absieben.

Geben Sie den Absud ins Badewasser. Danach geben Sie 2 Esslöffel Olivenöl dazu und auch 3 Tropfen ätherisches Lavendelöl.


Lassen Sie das Kind maximal 20 Minuten darin baden.



Die Rollkur mit Kamillentee - Ein altes und bewährtes Hausmittel gegen Magenbeschwerden

Die Rollkur nutzt die Heilkraft der Kamille, die die Magenschleimhaut regeneriert und beruhigt.

Für eine Rollkur verwenden Sie Kamillentee, der möglichst stark sein sollte. 10 Teelöffel Kamille pro Liter Tee können es ruhig sein.


Durchführung der Rollkur

Trinken Sie einen Liter des Tees auf leeren Magen.


Danach legen Sie sich für je 5 Minuten auf den Rücken, dann auf die linke Seite, dann auf die rechte Seite. Zum Schluss legen Sie sich auf den Bauch.


Auf diese Art und Weise kommt die gesamte Magenschleimhaut mit dem Kamillentee in Berührung, wo er seine Wirkung entfalten kann.


Führen Sie eine solche Rollkur mindestens 2-mal am Tag durch, über mindestens 2 Wochen hinweg.


Eine solche Rollkur kann übrigens auch mit Fertigpräparaten aus der Apotheke durchgeführt werden. Eine weitere Variante ist die Rollkur mit Süßholz (1 Teelöffel pro Tasse) oder auch mit Kohlsaft. Kohlsaft wird empfohlen, wenn die Ursachen der Beschwerden Magengeschwüre oder ein Geschwür des Zwölffingerdarms sind.



Vorsicht

Die Kamille hat einen austrocknenden Effekt. Wenn man also sowieso schon zu einer ständig zu trockenen Nase neigt, sollte man nicht noch zusätzlich mit Kamillendampf inhalieren. Auch entzündete Augen darf man deshalb nicht mit Kamille ausspülen.


Verwenden Sie innerlich keine Kamille, wenn sie Blutgerinnungshemmer einnehmen.

Die Kammille selbst hemmt die Blutgerinnung, es könnte also zu einer Überdosierung kommen. (19)

Ein geringer Prozentsatz der Personen reagiert sensibel auf die Kamille und bekommt allergische Reaktionen.

Personen, die sensibel auf Wolfsmilchgewächse oder Chrysanthemen reagieren, oder die sensibel gegen sonstige Mitglieder der Compositae-Pflanzenfamilie sind, sind anfälliger für Allergien gegen die Kamille. Besonders anfälliger noch, falls sie noch sonstige Medikamente nehmen müssen, die eine Sensibilisierung begünstigt.


Man führte zwischen 1985 und 1991 in Hamburg eine klinische Studie durch, die sich mit der Entwicklung einer Kontaktdermatitis befasste. Während dieser Studie wurden 3.851 Menschen Pflanzenextrakten getestet. Von diesen Menschen zeigten ca. 1.5 % eine Auffälligkeit gegen die Kamille. (20)


Eine weitere Studie zeigte, dass Augenduschen mit Kamillentee bei Heuschnupfenpatienten mit einer Bindehautentzündung die Augenentzündung verschlechterte.

(21).










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Kurzinfo
Kamille
  • Pflanzenfamilie: Diese Pflanze gehört zur Familie der Korbblütler.
  • Herkunftsgebiete: Kommt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und Kleinasien.
  • Wächst auf Wiesen, Feldern und an Wegesrändern.
  • Pflanzenbeschreibung: lockerer buschiger Wuchs, bis zu einem halben Meter groß.
  • Stängel ist verzweigt, Blätter sind fein gefiedert.
  • Blütenkörbchen weiß (Zungenblüten) und gelb (Röhrenblüten), der Blütenboden ist hohl (typisches Erkennungsmerkmal).
  • Der Wuchsort ist sonnig, Boden sollte humusreich und leicht lehmig sein.
  • Verwendung: Blüten frisch oder getrocknet verwendbar: Tee, Gesichtsdampfbäder, Badezusätze, Kompressen. Wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd, auch beruhigend.