An der Universität Innsbruck untersuchte man die Inhaltsstoffe dieser wunderschönen Pflanze - des Edelweiß.
Herausgefunden hat man unter anderem, dass das Edelweiß gegen Arteriosklerose helfen kann, auch gegen Bauchschmerzen und sogar gegen Krebs kann diese vom Aussterben bedrohte Alpenpflanze helfen.
Das Edelweiß ist ein Symbol für die bayerischen und österreichischen Alpen, es steht für die Berge, und es wird geradezu gejagt von den Bergsteigern, denn ein Edelweiß zu pflücken ist etwas ganz Besonderes.

Edelweiß
Das Edelweiß ist vom Aussterben bedroht
Eigentlich sieht das Edelweiß rein optisch gar nicht so besonders auffällig aus, außer dass es eben eine weitere äußerst schöne Pflanze der Mutter Natur ist. Dennoch ist es vom Aussterben bedroht (gewesen), zierten sich doch über Jahrhunderte die Bewohner der alpinen Gegenden mit dem Edelweiß. So findet man die Blüte auf Jacken, Mützen, Hosen, Uniformen... Hinzu kam dann noch die Werbeindustrie, die das Edelweiß als Markenzeichen für die Alpen hernahm. Kurz gesagt: Jeder kennt das Edelweiß, inklusive der Chinesen, Japaner, Amerikaner und auch sonst wohl jedes der westlichen Zivilisation geneigtes Volk.
Und weil das so war und ist, und weil jeder ein Edelweiß mit nach Hause nehmen will, der eines findet, deshalb gibt es fast keine mehr in freier Wildbahn - zumindest nicht in Europa. Wohl hingegen in einigen Tälern in Tibet und China, dort soll es Massen der Pflanze geben. Allerdings sind diese Täler geschützt und streng geheim,... Genaues weiß man nicht!
Bei uns steht die Pflanze seit 1896 unter Naturschutz, das Pflücken ist verboten!
Ist ja aber auch egal, denn hier geht es ja nicht darum, die letzten Exemplare auszureißen, sondern um ihre Heilwirkung!

Edelweiß
Was die Wissenschaft über das Edelweiß weiß
Das Edelweiß ist ein Angehöriger der Familie der Korbblütler, die Blütenblätter sind filzig, weißgrau, es wird bis zu 20 cm hoch,... Und: Es ist eine Heilpflanze!
In der Naturmedizin ist das Edelweiß als "Bauchwehbleaml", also als Bauchwehblümchen bekannt.
Kocht man die Blüten und die Blätter mit Wasser und Honig auf, so hilft es gegen eine Magenverstimmung sowie Bauchschmerzen.
In der TCM, der traditionellen chinesischen Medizin, kennt man diese Heilpflanze, es gibt doch, wie erwähnt, große Täler in China, in denen bis zu 40 verschiedene Edelweißarten auch heute noch wunderbar gedeihen.
In der Mongolei zum Beispiel füllt man auch heute noch Schlafkissen mit Edelweiß, damit Beschwerden mit den Atemwegen gar nicht erst auftreten, also vorbeugend und auch, wenn man diese Beschwerden bereits hat.
Bislang fehlten Nachweise über die Wirkung des Edelweiß, doch nun hat sich dies geändert, da die Uni Innsbruck dies endlich nachgeholt hat.
Blüten sowie Blätter des Edelweiß enthalten ein Kaffeesäurederivat, welches Edelweißsäure genannt wird. Dieser Wirkstoff beschützt die DNA in unserem Körper vor Schädigungen durch UV-Strahlen und freie Radikale, die unter anderem Krebs auslösen und die Alterung beschleunigen.
UV-Schutz, Alterung - natürlich ist die Kosmetikindustrie jetzt hinter diesem Stoff her wie der Teufel hinter der armen Seele - es ist doch genau das, was man für Sonnencremes und Anti-Falten-Cremes sucht!
Da aber Unmengen von Edelweiß nötig wären, um genug zur industriellen Produktion von Kosmetika zu haben, geht man jetzt dazu über, diese Wirkstoffe "nachzubauen". Zum Glück für die Pflanze, denn sonst wäre sie bald ganz verschwunden.
Doch Moment, das Edelweiß kann noch mehr: Besonders eindrucksvoll ist wohl auch ein Wirkstoff aus den Wurzeln des Edelweiß, das Leoligin, das auf den Cholesterinspiegel einwirken kann, das also das "schlechte" LDL-Cholesterin absenkt. Dies bedeutet nichts anderes, als dass Arteriosklerose und Schlaganfällen vorgebeugt wird, ebenso einem Herzinfarkt.
Bei Versuchen an Mäusen sah man, dass sich Gefäßverengungen abbauten, wodurch die Gefahr einer Verstopfung der Gefäße sich geradezu in Nichts auflöste.
Ob und wie dies auf den Menschen übertragbar ist, wird gerade untersucht.
Es gibt zudem Wissenschaftler, die Edelweißtees und -Tinkturen gegen Beschwerden mit dem Herz-Kreislauf-System empfehlen.
Außerdem steht das Thema Edelweiß gegen Krebs auf der Liste der Untersuchungen, das zumindest eine unterstützende Wirkung bei einer Krebstherapie zu erwarten ist, zumindest hofft man dies.
Und während in Deutschland und Österreich noch geforscht wird, ob Nahrungsmittelzusätze mit Edelweiß erlaubt werden sollen, ist man in der schönen Schweiz schon weiter und gibt die wertvollen Inhaltsstoffe zum Beispiel Joghurts bei. Ob's was bringt, und wenn ja, was, wird die Zeit zeigen.
Quellen zu diesem Artikel
- Die Kräuter in meinem Garten - provisionierter Link von Amazon