Der grüne Tee ist ein immergrüner, mehrfach verzweigter Strauch mit einer groben grauen Rinde. Die leicht hängenden, duftenden weißen Blüten sind einzeln oder gruppiert in Zweier- und Dreiergruppen angeordnet.
Geschichte des grünen Tees
Es gibt archäologische Hinweise darauf, dass "Tee" aus Teeblättern, so wie wir ihn heute kennen, also mit kochendem Wasser aufbrühen und ziehen lassen, schon vor 500.000 Jahren getrunken wurde.
Südchina wurde der größte kommerzielle Produzent von Tee, gefolgt von Assam (Indien), wo man den Tee als Geschenk Buddhas ansieht. In China schreibt man die Entdeckung des Tees dem Kaiser Shen Nung im Jahr 2737 v. Chr. zu.
Der Klassiker des Tees, Lo Yu, wurde in 780 v. Chr. beschrieben. Im Jahre 801 v. Chr. wurde Tee nach Japan gebracht, wo er eine beherrschende Rolle einnahm und in buddhistische Rituale eingeführt wurde.
Jeder Aspekt der aufwendigen japanischen Teezeremonie, sado, wird auf Aspekte des Zen-Buddhismus zurückgeführt. Es wird auch erzählt, dass ein aus dem 10. Jahrhundert stammender medizinischer Text aus Assam, genannt Nidana, den grünen Tee bereits als Heilpflanze gegen Husten, Erkältungen, Benommenheit, Kopfschmerzen und so weiter beschreibt.
"Tee" wurde zum ersten Mal in der europäischen Literatur im Jahre 1559 von einem venezianischen Autor erwähnt, später von einem Engländer im Jahre 1615.
Der früheste Hinweis auf " Tee-Trinken" in Indien kommt von einem niederländischen Seemann, damals wurde die Pflanze aber nicht nur getrunken, sondern auch noch gegessen. Dieser Text entstammt aus dem Jahr 1598.
Ab 1657 wurde der Tee in England in Kaffeehäusern serviert.
Carl von Linné nannte die Pflanze Camellia, nach dem Jesuitenpater Georg Joseph Kamel (1661-1706). Dieser war ein tschechischer Jesuitenpater, berühmter Botaniker und Missionar auf den Philippinen.
Das Wort dinensis bedeutet "Chinesisch".
Heutzutage trinken Hunderte von Millionen von Menschen auf der ganzen Welt Tee.
Die drei wichtigsten Sorten sind grüner Tee, schwarzer Tee und Oolong-Tee. Dieser wird aus der gleichen Pflanze wie grüner Tee hergestellt, aber anders verarbeitet.
Haupttherapeutischen Eigenschaften von grünem Tee
Viele Studien haben gezeigt, dass grüner Tee adstringierend wirkt, dass er ein Antioxidationsmittel ist (100-mal stärker als Vitamin C und 25-mal stärker als Vitamin E), dass er harntreibend wirkt, dass er stimuliert und dass er Viren abtötet. Er hilft auch gegen Blähungen, zur Regulierung der Körpertemperatur und auch zur Regulierung des Blutzuckers.
In der traditionellen chinesischen Medizin (wo er eines der 50 grundlegenden Kräuter ist) und in der traditionellen indischen Medizin wird grüner Tee zur Behandlung von Asthma, Angina pectoris, peripheren arteriellen Verschlusskrankheiten und koronaren Herzkrankheiten beschrieben.
Heute ist grüner Tee in der Regel "nur" ein wunderbarer Tee und wird getrunken, um sich zu entspannen.
Der Tee und seine Extrakte können gegen bestimmte Herzerkrankungen, Arteriosklerose, insbesondere bei koronaren Herzkrankheiten, verwendet werden, ebenso bei Cholesterinproblemen, er senkt das LDL, das "böse" Cholesterin.
Die enthaltenen Polyphenole und das Epigallocatechingallat (EGCG) scheinen eine krebsvorbeugende Wirkung zu haben, darunter auch gegen Brustkrebs. Forschungen über das EGCG haben auch gezeigt, dass es Resistenzen von Bakterien (wie Staphylococcus aureus) umkehren kann, was bedeuten würde, dass einige multiresistente Krankheitserreger wieder auf Antibiotika und andere Mittel reagieren würden.
Vor kurzem fand man auch heraus, dass grüner Tee verwendet werden kann, um die Haut vor Sonnenschäden, auch Hautkrebs, zu schützen. Er wirkt antientzündlich und antikarzinogen, und das sowohl innerlich (als Tee getrunken) als auch äußerlich (z. B. als Spray).
Grüner Tee scheint auch die Leber vor den schädlichen Auswirkungen von toxischen Substanzen wie Alkohol zu schützen, und er hilft anscheinend gegen Lebertumore (bei Tieren festgestellt).
Grüner Tee hilft bei auch bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, und er kann auch Diabetikern helfen, da er den Glukosespiegel im Körper regulieren kann.
Studien deuten darauf hin, dass grüner Tee beim Abnehmen helfen kann, da er die Fettverbrennung ankurbelt.
Verwendete Teile des grünen Tees
Blätter, Triebe, Öl (Parfümerie, Lebensmittelaroma).
Vorsicht - Risiken und Nebenwirkungen
Auch wenn grüner Tee in der Regel als sicher bekannt ist, sollten schwangere und stillende Frauen ihn nicht in großen Mengen trinken.
Sein Koffein kann Schlafstörungen bei Säuglingen verursachen und der Tee kann zu einer Beeinträchtigung des Eisenstoffwechsels führen.
Menschen mit Herzproblemen, Nierenerkrankungen, Magengeschwüren und psychischen Störungen (besonders Angststörungen) sollten nicht grünen Tee trinken.